Der zweijährige Mateo kennt sie genau, die Pflegende der Kinderspitex, denn sie kommt nie alleine auf Besuch. Sie wird von den Zauber-Fingerpuppen begleitet. Diese Fingerpuppen lassen den Knaben seine Zurückhaltung und seine Angst vergessen.
Der wöchentliche Besuch der Kinderspitex wird so zu einem Spiel. Dazu gehören nicht nur das Anstechen des Port-a-cath auf den Armen der Mutter, sondern auch das Verstecken der Fingerpuppen irgendwo in der Wohnung der Familie.
In der vertrauten Umgebung zuhause konnte Mateo im Laufe der Zeit die Angst vor dem Eingriff ablegen, wozu sicher auch die Anwesenheit der älteren Schwestern beiträgt. Vor allem die vierjährige Stella möchte immer alles ganz genau beobachten und am liebsten mithelfen. Nicht zuletzt, um am Schluss ebenso wie der kleine Bruder, eine weitere Perle für die immer grösser werdende Kette zu erhalten.
Während für die Kinder die Fingerpuppen und die Perlen zu den Höhepunkten des Besuchs der Pflegefachfrau der Kinderspitex gehören, schätzen die Eltern vor allem die Tatsache, dass sie die Reisen ins Kinderspital nur noch in Notfallsituationen unternehmen müssen. |
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Der Familienalltag wird so entlastet, die Organisation einer Fremdbetreuung der Geschwister fällt weg und die gewonnene Zeit kann für die Kinder und den Haushalt eingesetzt werden.
Zu den Aufgaben der Pflegenden gehört nicht nur das Anstechen des Port-a-cath und die Verabreichung des lebensnotwendigen Medikamentes, sondern auch die Beobachtung von möglichen Blutungssymptomen bei Mateo.
Zunehmend wichtiger wird bei jedem Besuch die Anleitung der Eltern. Ziel ist es, dass sie in Zukunft die wöchentliche Medikamentengabe selbständig durchführen können. Die Besuche der Pflegenden der Kispex erlauben es den Eltern, diesen herausfordernden Lernprozess im häuslichen Umfeld und ihrem Tempo angepasst in Angriff zu nehmen.
Yvonne Huber, Pflegefachfrau
Maria Flury, Pflegeexpertin |