Vorstand

Der ehrenamtlich arbeitende Vorstand rekrutiert sich aus 7 engagierten Mitgliedern, die in jedem Ressort ihre Fachkompetenz haben.

NameZuständigkeitKontakt
Dr. med. Imahorn Patrick
Präsident seit 2008
lic. iur. Erni Franz
Ressort Recht seit 2010
Dr. med. Esslinger Peter
Ressort Kinderchirurgie seit 2017
Dr. med. Hitzler Michael
Ressort Kinder-/Hausärzte seit 2010
Stalder Muff Jeanette
Ressort Soziales seit 2013
Wehrli Monika
Ressort Pflege/Personal seit 2015
Zimmerli Markus
Ressort Finanzen seit 2016

Ehrenpräsident

NameZuständigkeitKontakt
Prof. Dr. med. Schubiger Gregor

Revisor

NameZuständigkeitKontakt
Marbach Andreas
PROCLIENTE Revisor

Schnittstellen – eine grosse Herausforderung

aus dem Jahresbericht 2016

Nennen wir ihn Marcel – ein 4 jähriger quicklebendiger Knabe – immer in Bewegung, fast nicht zu bremsen. In den letzten Wochen hat sich aber vieles verändert. Marcel liegt nun viel auf dem Sofa, spielen mag er nur kurz. Er trinkt plötzlich Glas um Glas, muss demensprechend viel auf’s WC; nachts nässt er wieder ein. Die Konsultation beim Kinderarzt bestätigt leider die unguten Gefühle der Eltern: Marcel ist krank, zuckerkrank. Er muss ins Kinderspital, wo man die Diagnose bestätig. Nun beginnt eine intensive Phase der Therapie und der Eltern-Instruktion zum Management dieser chronischen Krankheit. Nach 10 Tagen darf Marcel erstmalig heim. Grosse Unterstützung erfährt die Familie durch die regelmässigen Besuche der KinderSpitex- Pflegefachfrau, welche den Wechsel von der stationären Fremdbetreuung zum ambulanten Alltag zu Hause tatkräftig unterstützt. Die beschriebene Geschichte widerspiegelt den typischen Alltag der KinderSpitex Zentralschweiz und zeigt beispielhaft die Wichtigkeit des Ineinandergreifen der Abläufe stationär – ambulant auf: Optimal funktionierende Schnittstellen sind das A und O unseres Vereins.

Der Grossteil der KinderSpitex-betreuten kleinen Patienten wird uns über ein Kinderspital, meist Luzern, aber auch Zürich, Lausanne oder Bern, zugewiesen. Die äusserst komplexen Anforderungen – angefangen von Kindern mit einer Heimbeatmung über onkologische Patienten bis hin zur Sterbebegleitung, verlangen nach einer frühzeitigen, professionellen Planung. Idealerweise wird bereits vor Ort im Kinderspital mit Ärzten, Pflegenden, aber auch mit den Eltern Kontakt aufgenommen. Intern werden dann der Pflegeaufwand definiert, Kosten gutsprachen mit den Kostenträgern (IV oder Krankenkassen) ausgehandelt, alle notwendigen Pflegematerialen vorbereitet und zuguterletzt werden die Einsätze minutiös geplant, so dass bereits am Entlassungstag der Startschuss zur erfolgreichen Heimpflege erfolgen kann.

Diese diversen Schnittstellen stellen eine grosse Herausforderung an das gesamte Team dar, denen wir in den letzten Jahren mit immer neu angepassten Abläufen Rechnung getragen haben. Der Erfolg und die Zufriedenheit von Eltern und Patienten bestätigt unsere Arbeit eindrücklich; unser Verein hat sich als wichtige Ansprechstation für eine professionelle Pflege von kranken Kindern in Ihrem häuslichen Umfeld etabliert. Auch wenn das politische Umfeld zur Finanzierung unserer Leistungen deutlich härter geworden ist, bin ich überzeugt, dass wir auch weiterhin von einer breiten Öffentlichkeit grosszügig unterstützt werden. Der alljährlich eindrückliche Spendeneingang unterstreicht unseren Optimismus und lässt uns sehr dankbar die Zukunft planen.

Dr. med Patrick Imahorn
Präsident